Uwe Lambinus
SPD-Fraktion

18.11.2010

Ausführungen

zum Haushalt der Stadt Marktheidenfeld für 2011

„Wir denken selten an das, was wir haben, aber immer an das, was uns fehlt"
Arthur Schopenhauer (1788 - 1860)

Frau Bürgermeisterin, Herr Pilsl,

liebe Kolleginnen und Kollegen.

Herr Pilsl zunächst Ihnen herzlichen Dank für die erläuternden Hinweise zu dem von Ihnen vorgelegten Haushaltsentwurf für das Jahr 2011 insbesondere für die anschauliche Darstellung in den Vorbemerkungen und Ihre ergänzenden Ausführungen in unserer Fraktionssitzung.

Auch in diesem Jahr kann ich als dritter Redner auf die Darstellung der allgemeinen Daten verzichten, da dies durch meine Vorredner bereits geschehen ist und darf deshalb gleich zur Sache kommen:

Die große Unwägbarkeit jeder kommunalen Haushaltsplanung ist die Entwicklung der Gewerbesteuereinnahme.

Sehr erfreulich ist die Tatsache, dass sich die Gewerbesteuereinnahmen im laufenden Rechnungsjahr gegenüber dem Haushaltsansatz nennenswert erhöht haben und deshalb begründet auch ein höherer Ansatz für 2011 vorgesehen werden kann.

Wir sind, dies können wir feststellen, relativ gut über die Finanz- und Wirtschaftskrise hinweg gekommen.

Ein Wermutstropfen ist jedoch auch in dieser recht positiven Feststellung enthalten, nämlich der, dass sich die Zahl der Gewerbesteuerpflichtigen, die mehr als 500.000 €uro Gewerbesteuer zahlen, von zuletzt fünf jetzt wieder auf drei vermindert hat. Und diese drei Betriebe erwirtschaften rund 53 % des gesamten Gewerbesteuer- aufkommens in unserer Stadt.

Es ist gut, derartig leistungsfähige Unternehmen zu haben, macht aber auch die Abhängigkeit von deren wirtschaftlichem Erfolg deutlich.

Interessant in diesem Zusammenhang ist auch die Tatsache, dass 441 Betriebe (das sind 63 % aller angemeldeten Betriebe) zusammen ganze 4.764 Euro Gewerbesteuer zahlen. Das sind durchschnittlich, man höre und staune 10,87 Euro pro Betrieb.

Als relativ konstante Einnahmequelle sind die Grundsteuern sowie die Beteiligung an der Lohn- und Einkommensteuer zu bezeichnen.

Es ist gut und richtig, dass der Kämmerer bei seiner Entwurfsplanung diese Einnahmequellen - wie immer - sehr vorsichtig kalkuliert und damit unliebsame Überraschungen im Laufe des Haushaltsjahres minimiert.

Die verantwortungsvolle und sparsame Haushaltsgestaltung und -bewirtschaftung wird nicht zuletzt auch dadurch deutlich, daß wir im laufenden Haushaltsjahr die vorgesehene Neuverschuldung von 1,1 Mio. Euro und die aus dem Vorjahr übertragene Kreditermächtigung nicht realisieren mussten.
Durch die planmäßige Schuldentilgung konnte der städtische Schuldenstand um rund 440.000 € verringert werden.
Auch für das Haushaltsjahr 2011 ist keine Neuverschuldung geplant und die planmäßige Schuldengtilgung wird wiederum rund 440.000 Euro betragen.

Aus den genannten Gründen gibt es für uns keinen Anlass an der Hebesatz- oder Gebührenschraube zum Nachteil unserer Bürger zu drehen, insbesondere auch deshalb, weil im vergangenen Jahr durch die Erhöhung der Kindergartenbeiträge die Familien mit Kindern nicht unerheblich belastet wurden.

Zum Verwaltungshalt sind unsererseits folgende Anmerkungen und Anregungen zu machen:

·       Diskutiert wird seit geraumer Zeit die Notwendigkeit, Stadtmarketing und Fremdenverkehrswerbung sowie Kulturmanagement auf hauptamtliche Füße zu stellen.
Wir beantragen deshalb, dass die Stadtverwaltung im Laufe des nächsten Jahres in Zusammenarbeit mit den zuständigen Ausschüssen ein Anforderungsprofil für eine derartige Stelle entwickelt und für die Organisation und Finanzierung einer solchen Stelle Modelle entwickelt, wobei es durchaus nicht ehrenrührig ist, bei Nachbarstädten, wir denken hier insbesondere an Karlstadt, gegebenenfalls auch mal abzuschreiben.
Eine solche Stelle sollte in den Stellenplan 2011 eingestellt werden aber mit Sperrvermerk.
Irritiert hat uns in diesem Zusammenhang Frau Bürgermeister ihre Bemerkung am letzten Donnerstag, in der sie eine Stellenmehrung ausschlossen. Wir gehen aber davon aus, daß Sie eine Stellenmehrung im Verwaltungsbereich ausschließen wollten.

·       Nachdem die Altstadtsanierung  langsam ausläuft, sollten wir uns jetzt ernsthaft mit den Möglichkeiten der Dorferneuerung in unseren Stadtteilen beschäftigen.
Hier regen wir an, in fachkundig moderieren Zukunftswerkstätten die Bereitschaft dazu bei den Bürgern in den Stadtteilen zu ermitteln.
Einen Haushaltsansatz von 5000 Euro für diesen Zweck beantragen wir.
Was hier gestaltet werden kann, wenn man denn will, macht das überaus erfolgreiche Beispiel unserer Nachbargemeinde Karbach deutlich.

·       Das von einer Arbeitsgruppe angeregte und in Planung befindliche internationale Bürgerfest bedarf einer finanziellen Ausstattung. Wir schlagen einen Haushaltsansatz von 5000 Euro vor.

·        Die Neugestaltung der Büchereigebühren hat zu einer Einnahmeverbesserung geführt. Wir regen an, einen bestimmten Prozentsatz dieser Mehreinnahmen der Bücherei für Sonderveranstaltungen zur Verfügung zu  stellen. Hier sollte der Kulturausschuss entsprechende Vorschläge machen.

·        Sorge bereitet uns der Öffentliche Personen Nahverkehr, sprich Stadtbus mit seinem jährlichen Defizit von rund 180.000 Euro.
Die vom Rechnungsprüfungsausschuss angedachte Leistungseinschränkung zur Verminderung des Defizits findet nicht unsere Zustimmung.
Wir regen an, die seit 2001 unverändert geltende Nutzungsgebühr von einem Euro pro Fahrt zu überdenken und ggf. für das Haushaltsjahr 2012 eine maßvolle Anhebung ins Auge zu fassen.
Gleichzeitig bitten wir die Verwaltung, die Brüsseler Bemühungen zum Auslauf der Lizensierungen im Personenlinienverkehr im Auge zu behalten um gegebenenfalls rechtzeitig entsprechend reagieren zu können.

·       Die Laurenzi-Messe hat im Jahre 2008 mit einem Defizit von rund 117.000 Euro abgeschlossen. Im Jahre 2009 wurde ein Defizit von 185.000 Euro verbucht.
Der Haushaltsansatz für dieses Jahr prognostiziert ein Defizit von 160.000 Euro und für 2011 soll ein Defizit von 223.000 Euro in den Haushalt eingestellt werden.
Selbst wenn die in diesen Summen enthaltenen kalkulatorischen Kosten abgezogen würden, verbliebe jeweils ein erhebliches Defizit.
Der zuständige Ausschuss und anschließend der Stadtrat müssen sich Gedanken machen, wie dieses Defizit zurückgeführt werden kann.

·       Nachdem der Landkreis Main-Spessart mit der Budgetierung ausgesuchter Haushaltsbereiche ausgesprochen positive Erfahrungen gemacht hat, beantragen wir, dass die Verwaltung mit Vorlage des ausHaushaltes für 2012 praktikable Budgetierungsmöglichkeiten prüft und entsprechende Vorschläge unterbreitet. Nicht vorrangig mit dem Ziel der Einsparung, sondern um den eigenverantwortlichen Umgang mit Haushaltsmitteln zu fördern.

·       Die starke Erhöhung der Bezirksumlage wird nach meiner Meinung den Landkreis zwingen die Kreisumlage zu erhöhen. Ich persönlich rechne mit 1 bis 1,5 Punkten. Nach Berechnungen des Kämmerers würde dies eine Mehrausgabe aus dem Verwaltungshaushalt an den Landkreis in Höhe von 110.000 – 165.000 Euro bedeuten.

Der Vermögenshaushaltsentwurf sieht investive Ausgaben in Höhe von  rund 5,5  Mill.  Euro vor und dies, wie schon gesagt, ohne Neuverschuldung.
Dies sind 27 % weniger Investitionen als im laufenden Haushaltsjahr.

Diese Investitionszurückhaltung – ich nenne sie mal „Verschnaufpause“ – ist notwendig, um zum einen die derzeitige Verschuldung zurückzuführen und zum andern um die Voraussetzungen dafür zu schaffen, die noch anstehenden Großinvestitionen, ich nenne hier nur das Feuerwehrgerätehaus, finanzieren zu können.

Lassen Sie mich nun zum Investitionsplan für 2011 kommen:

·       Die Neuanschaffung einer Drehleiter für unsere Feuerwehr ist notwendig. Erfreulich ist, daß sich der Anschaffungspreis gegenüber dem ursprünglichen Ansatz um fast 150.000 Euro mindert.

·       Den Ansatz von 130.000 Euro für einen Spielplatz im Bereich des Mainparks begrüßen wir. Der Gedanke des Jugendbeirates einen Mehrgenerationenspielplatz einzurichten, der von der Arbeitsgruppe Mainufergestaltung positiv diskutiert wurde,  sollte aufgegriffen und der Planungsauftrag in diese Richtung konkretisiert werden.

·       Im Bereich der Altstadtsanierung sollte für Maßnahmen der Verbesserung der Infrastruktur zur Attraktivierung der Innenstadt im Bereich der Fußgängerzone und der sonstigen beruhigten Zonen ein Ansatz von 10.000 Euro vorgesehen werden.

·       Wenn die von der Verwaltung bis zum 1.7.2011 vorzulegende Gebäudeerfassung Konsequenzen in dem Sinne haben soll, daß notwendige Sanierungsmaßnahmen ab dem Jahr 2012 Objekt für Objekt in Angriff genommen werden, muss ein Haushaltsansatz für die Vergabe von Ingenieurs- bzw. Fachingenieursleistungen vorgesehen werden.
Wir schlagen einen Ansatz von 10.000 Euro vor.
Ein etwaiger Haushaltsüberschuss nach Einarbeitung der in der nächsten Sitzung zu beschließenden Änderungen des Haushaltsentwurfes ist dann, wenn sich außerplanmäßige Tilgungen oder Umschuldungen nicht rechnen, als Rücklage für derartige Sanierungen vorzusehen.

Der nach Einarbeitung der noch zu beschließenden Ergänzungs- und Änderungsanträgen zu verabschiedende Haushalt für 2011 ist ein Haushalt der Konsolidierung.

Er stellt die künftige Handlungsfähigkeit unserer Stadt sicher und trägt dazu bei, die gute Infrastruktur unserer Stadt weiter auszubauen ohne dabei die Bürger übermäßig zu belasten.

Lassen Sie mich noch eine persönliche Anmerkung machen.
Im Laufe eines Jahres bekommt man als Stadtrat viele, sicher gut gemeinte Ratschläge, wie und wo die Stadt mehr Geld sinnvoll ausgeben müsste/sollte/könnte.
Schön wäre es auch, wenn man hie und da auch mal Ratschläge erhielt, wie und wo die Stadt sinnvolle Einsparungen vornehmen müsste/sollte/könnte oder Mehreinnahmen generieren könnte/sollte/müsste.

Abschließend möchte ich namens meiner Fraktion allen Mitbürgerinnen und Mitbürgern danken, die in unserer Stadt ehrenamtlich für das Gemeinwohl tätig waren und sind, insbesondere in unseren Hilfs- und Rettungsdiensten, im sozialen und kulturellen Bereich, in den Beiräten der Stadt und den Arbeitsgruppen sowie in unseren Vereinen.

Besonderer Dank gebührt auch all jenen, die durch ihr wirtschaftliches Wirken, sei es als Arbeitgeber, Arbeitnehmer oder als Selbstständige die Mittel erarbeiten die notwendig sind um unser Gemeinwesen auszustatten.

Einschließen in diesen Dank will ich ausdrücklich auch alle Mitbürgerinnen und Mitbürger, die unsere Arbeit mit anregender konstruktiver Kritik durch Leserbriefe, sonstige Kommentare, persönliche Gespräche oder im Bürgerforum begleitet haben.

Ich danke fürs Zuhören und die dafür aufgebrachte Geduld

 

Uwe Lambinus
SPD-Stadtratsfraktion

 

Rede zum Haushaltsentwurf 2009

am 20.11.2008

 

 

Frau Bürgermeisterin, Herr Pilsl,

liebe Kolleginnen und Kollegen.

 

Herr Pilsl zunächst Ihnen herzlichen Dank für erläuternden und ergänzenden Hinweise zu dem von Ihnen vorgelegten Haushaltsentwurf für das Jahr 2009 insbesondere für die anschauliche Darstellung in den Vorbemerkungen.

Auch in diesem Jahr kann ich als dritter Redner auf die Darstellung der allgemeinen Daten verzichten, da dies durch meine Vorredner bereits geschehen ist und ich nicht nach dem Motto, „es ist zwar schon gesagt, aber noch nicht von Jedem“ verfahren will.

 

Ich habe im vergangenen Jahr gesagt, dass die große Unwägbarkeit jeder Haushaltsplanung die Entwicklung der Gewerbesteuereinnahmen ist.
Daran hat sich nichts geändert.

Sehr erfreulich ist die Tatsache, dass sich die Zahl der Gewerbesteuerpflichtigen, die mehr als 500.000 €uro Gewerbesteuer zahlen, von bisher drei auf jetzt fünf erhöht hat.
Dies stellt diese Einnahmequelle auf etwas breitere Füße, da diese Gruppe immerhin 70 % des gesamten Gewerbesteueraufkommens erwirtschaftet.

Als konstante Einnahmequelle sind die Grundsteuern sowie die Beteiligung an der Einkommensteuer zu bezeichnen, beide mit leicht steigender Tendenz.

 

Es ist gut und richtig, dass der Kämmerer bei seiner Entwurfsplanung diese Einnahmequellen sehr vorsichtig kalkuliert und damit unliebsame Überraschungen im Laufe des Haushaltsjahres minimiert.
Lieber wäre uns allerdings gewesen, wenn der Ansatz der Gewerbesteuereinnahmen wenigstens zum Teil den erhöhten Vorauszahlungsbescheiden entsprechen würde.

Genau so wichtig wie vorsichtige Kalkulation bleibt es aber, dass der Stadtrat bei allen Investitionen immer die Folgekosten jeder Investition im Auge behält.

Beim Vollzug des Verwaltungshaushaltes gehen wir davon aus, dass die Anregungen des Rechnungsprüfungsausschusses aufgegriffen und umgesetzt werden.

Zum Verwaltungshalt sind unsererseits keine weiteren Anmerkungen zu machen, wenn man einmal davon absieht, dass die angekündigte Neu- oder Umorganisation der Verwaltung noch nicht erfolgt ist und diese sich unter Umständen auch auf den Stellenplan, der Bestandteil des Haushaltes ist, auswirken kann.

Die erneute Bereitstellung von Ausbildungsplätzen im Jahr 2009 bei der Stadt begrüßen wir ausdrücklich.

Der Vermögenshaushaltsentwurf sieht investive Ausgaben in Höhe von  9,379 Mill.  Euro vor.

Diese sollen im Wesentlichen finanziert werden über

Zuführungen aus dem Veraltungshaushalt in Höhe von               1,385 Mill. Euro

Entnahme aus der allgemeinen Rücklage in Höhe von               2,000 Mill. Euro

Darlehensaufnahme in Höhe von                                                    3,563 Mill. Euro

Veräußerung von Grundstücken                                                      0,430 Mill Euro

Investitionszuweisungen vom Land                                                 0,725 Mill. Euro

Beiträge u. ähnliche. Entgelte                                                          0,350 Mill Euro

Wir gehen, ausgehend von den Erfahrungen vergangener Jahre, allerdings davon aus, dass die vorgesehene Darlehensaufnahme nicht ganz in dieser Höhe erforderlich sein wird, da die Einnahmen sehr zurückhaltend - wie bereits dargestellt – kalkuliert wurden.

Lassen Sie mich nun zum Investitionsplan für 2009 kommen:

Hier müssen wir uns darüber unterhalten, ob es sinnvoll ist, die notwendige Neubeschaffung der Drehleiter für die Feuerwehr in das Jahr 2010 zu schieben und gleichzeitig für das Jahre 2009 Reparaturkosten für die alte Drehleiter in Höhe von 100.000 Euro vorzusehen.
Wenn diese Reparaturen tatsächlich notwendig sind, muss die Neuanschaffung im Jahre 2009 erfolgen, denn die Verzinsung des Anschaffungskapitals in Höhe von 650.000 Euro für ein Jahr bei einem Kommunalkredit zu max. 6 % würde nur 39.000 Euro betragen. Dies wäre nur etwa ein Drittel der Reparaturkosten, die wir bei einem Verkauf der alten Drehleiter niemals rückerlösen könnten.
Betriebswirtschaftliche Vernunft würde also für ein Vorziehen sprechen.

Die notwendige Sanierung der Toiletten, der Starkstromanschluss sowie die Sanierung der Küche im Bürgerhaus Oberwittbach ist für das Jahr 2010 vorgesehen.
Hier sind wir der Meinung, dass der notwendige Betrag von 22.000 Euro bereits für das Jahr 2009 eingesetzt  werden sollte.
Das Gleiche gilt für den Betrag von 12.000 Euro für die Sanierung des Wasseranschlusses für das Schlachthaus in Glasofen der erst für das Jahr 2011 vorgesehen ist.
Beide Beträge müssten bei sparsamem Haushaltsvollzug im Jahre 2009 ohne Schwierigkeiten zu erwirtschaften sein.

Wir begrüßen die Einstellung des Betrages von 120.000€ zur Anbindung aller Stadtteile und des Restes der Kernstadt an schnellere DSL-Verbindungen im Jahre 2009 und hoffen, dass der Ausbau so geschieht, dass eine spätere Aufstockung der Leistung möglich bleibt.

Für die Umgestaltung des Adenauerplatzes ist für 2009 ein Betrag von 50.000 Euro angesetzt.
Dies begrüßen wir ausdrücklich.
Wir warten aber noch immer auf eine Stellungnahme der Regierung von Unterfranken, inwieweit diese damit einverstanden ist.-
Hier erinnern wir an unseren Antrag, im Falle der Ablehnung oder all zu großer Hartleibigkeit eine Ortstermin mit der Regierung von Unterfranken zu vereinbaren und dazu neben Vertretern der Fraktionen auch Vertreter des Seniorenbeirates, des Sanierungsbeirates und insbesondere den Behindertenbeauftragen hinzuzuziehen.

Mit Inbetriebnahme der Tiefgarage gewinnt die Einrichtung eines Park-Orientierungs- und Hinweissystems - über welches seit Jahren gesprochen wird   neue Dringlichkeit.
Hier regen wir an, dass die Stadtverwaltung bis zum nächsten Donnerstag prüft ober der über die Jahre verteilte Haushaltsansatz von 2009 bis 2012 mit je 3.000 Euro realistisch ist.

In diesem Zusammenhang eine Bitte:
Die Standorte und insbesondere die Ausrichtung der in diesem Jahr endlich neu angebrachten Begrüssungstafeln an den Ortseingängen bedürfen nach unserer Auffassung dringend einer Überprüfung und gegebenenfalls einer Korrektur.

Der Stadtrat sollte sich im kommenden Jahr intensiv mit der künftigen Verwendung des Fränkischen Hauses, des alten Festplatzes und des Behelfsrathauses beschäftigen.
Die Verwaltung möge prüfen ob dafür Haushaltsansätze für z.B. Ausschreibungen von Ideen-Wettbewerben usw. erforderlich sind.

Lassen Sie mich auch ein Wort zur Nutzung des neuen Festplatzes sagen.
Wir sind der Auffassung, dass die Schonung des Platzes zur Entwicklung eines ansehnlichen grünen Schotterrasens vergebliche Liebesmühe ist.

Deshalb sollte der Platz im Rahmen der Auflagen künftig verstärkt auch für andere Nutzungen freigegeben werden.
Wir halten es nicht für verantwortlich, die hohen Investitionskosten für den Platz einzig und alleine für die Laurenzi-Messe, als Parkplatz oder zur Nutzung für Wohnmobile getätigt zu haben.

Der evtl. Kreativität der Ausschüsse für Kultur, für Messen und Märkte für Stadtentwicklung und Stadtmarketing sowie des Kulturbeirates, aber auch der Werbegemeinchaft sollten hier keine Grenzen gesetzt werden.

Wir haben bei den Haushaltsberatungen für 2008 beantragt, das letzte Kindergartenjahr beitragsfrei zu stellen.
Da darüber nicht beschlossen wurde, stellen wir jetzt den Antrag, dies ab dem 1. Januar 2009 so zu handhaben.
Wir haben sehr wohl zur Kenntnis genommen, dass unsere Kindergärten in der Liste der Defizitbereiche neben dem Maradies und unseren Straßen eine Spitzenstellung einnehmen.
Dabei ist allerdings zu berücksichtigen, dass bei den Kindergärten kalkulatorische Kosten (also Abschreibungen und Verzinsung des Anlagekapitals) in Höhe von insgesamt 164.950 Euro enthalten sind.
Und dies wirft schon die Frage auf, wie sinnvoll diese kalkulatorischen Ansätze bei Einrichtungen sind, die zu den Pflichtaufgaben einer Kommune gehören und deren kostendeckender Betrieb nicht vorgeschrieben ist und die nur den Haushalt aufblähen ohne dass ein einziger Euro hin oder her bewegt wird.
Wir sind der Auffassung, dass mittel- und langfristig der Kindergartenbesuch als Vorschule dem Grundschulbesuch gleichgestellt werden muss. Dies wäre ein maßvoller Anfang.
Nach allen Untersuchungen ist die Chancengleichheit der Schulanfänger nur dann herstellbar, wenn verstärkt in die vorschulische Bildung und Erziehung investiert wird.
Natürlich ist dies in erster Linie Aufgabe des Freistaates.
Aber so lange dieser sich hier nicht bewegt, sollten wir hier mit gutem Beispiel voran gehen.

 

Abschließend einige Bemerkungen zur unendlichen Geschichte „Maradies“.

Nachdem der mehrheitliche Bürgerwille eine, sowohl für die Stadt als auch für die Nutzer, nach einmütiger Auffassung des Stadtrates vertretbare Lösung verhindert hat, stehen wir vor einem Problem, dessen Lösung der Schwierigkeit der Lösung des Problems der Quadratur des Kreises entspricht.

Die vom Stadtrat einstimmig beschlossene Deckelung des Höchstbetrages der künftigen jährlichen Haushaltsbelastung auf 900.000 Euro und die Finanzierung des tatsächlichen Investitionsbedarfes sowie die Deckung der Kosten des laufenden Betriebes sind bei Beibehaltung des jetzigen Angebotes und verträglichen Nutzungsgebühren nicht machbar.

Und diese Machbarkeit wird auch durch unverändertes Wunschdenken und/oder Negierung der Fakten nicht erreicht.

Eine wesentliche Erhöhung der Deckelung des jährlichen Zuschussbetrages kann kaum verantwortet werden.

Es bleiben deshalb bei ehrlicher und realistischer Beurteilung der Situation nur zwei Möglichkeit

  • eine Lösung mit einer wesentlichen Verringerung des jetzigen Angebotes
  • oder weiterhin die Suche nach sinnvoller, vertraglich optimal abgesicherter Femdbeteiligung, welche unter den gegebenen Umständen sicherlich nicht einfacher ist, wie uns in den letzten Wochen überdeutlich wurde,

Meine Fraktion wird an der baldigen Lösung dieses Problems weiterhin engagiert mitarbeiten.

Abschließend möchte ich namens meiner Fraktion allen Mitbürgerinnen und Mitbürgern danken, die in unserer Stadt ehrenamtlich für das Gemeinwohl tätig waren und sind, insbesondere in unseren Hilfs- und Rettungsdiensten, im sozialen und kulturellen Bereich, in den Beiräten der Stadt sowie in unseren Vereinen.

Einschließen in diesen Dank will ich ausdrücklich auch alle Mitbürgerinnen und Mitbürger, die unsere Arbeit mit anregender konstruktiver Kritik durch Leserbriefe, Kommentare, persönliche Gespräche oder im neuen Bürgerforum begleitet haben.

Ich danke für die aufgebrachte Geduld

 


Rede

des SPD - Fraktionsvorsitzenden
Uwe Lambinus

zum Haushaltsentwurf 2008
am 24. 01. 2008

 

Herr Bürgermeister, Herr Kämmerer,
werte Kolleginnen und Kollegen

wie immer, Ihnen Herr Pilsl herzlichen Dank für Ihre erläuternden und ergänzenden Hinweise zu dem von Ihnen vorgelegten Haushaltsentwurf 2008 in unserer Fraktionssitzung.
Insbesondere auch Dank für die informativ und anschaulich aufbereiteten Vorbemerkungen.

Ich möchte die bereits gemachte Aufzählung von allgemeinen Daten zum Haushalt nicht in aller Ausführlichkeit wiederholen und mich auf einige wenige Daten beschränken.

Im abgelaufenen Jahr 2007 wurde keine Neuverschuldung getätigt.

Durch planmäßige Tilgung wurde die Verschuldung um 300.000 € gemindert.

Und dies trotz eines getätigten Investitionsvolumens von über 5 Mio. €.

Ich habe im vergangenen Jahr gesagt, dass es gut und richtig ist, dass der Kämmerer bei der Entwicklung seines Haushaltsentwurfes alle möglichen Unwägbarkeiten einbezieht und einen vorsichtig kalkulierten Haushaltsentwurf vorlegt.

Die große Unwägbarkeit auf der Einnahmeseite ist und bleibt die Entwicklung der Gewerbesteuereinnahme.

An dieser Stelle auch ein parteiliches Wort:

Wir sind froh, dass es dem sozialdemokratischen Part in Bundestag und  Bundesregierung gelungen ist, die Gewerbesteuer als kommunale Einkommensquelle zu erhalten.

Was jetzt seitens des Gesetzgebers noch dringend erforderlich wäre, wäre ein intensives Nachdenken darüber, wie dem äußerst kreativen und noch immer teilweise willkürlichen Buchführungsverhalten der unternehmerischen Organschaften, zum Nachteil der Standorte, Einhalt geboten werden kann.

Sorge bereitet nach wie vor die Tatsache, dass in unserer Stadt 58,5 % des Gewerbesteueraufkommens von nur 3 Betrieben aufgebracht wird.

Unsere Feststellung bei der letztjährigen Haushaltsberatung, dass alleine diese Tatsache ein intensives Bemühen um eine weitere Ansiedlung von Industrie, Handwerk und Dienstleistung dringend notwendig macht, bleibt deshalb gerechtfertigt, denn diese Abhängigkeit kann sehr schnell, insbesondere wenn international oder besser gesagt global agierende Betriebe beteiligt sind, ins arbeitsmarktpolitische und finanzielle Verderben führen, wie dies die Entwicklung der letzten Tage in Bochum mit NOKIA nachdrücklich zeigt. Mit einem Federstrich streicht hier ein Konzern rücksichtslos einen Standort und weisst gleichzeitig einen Konzernjahresgewinn von sage und schreibe 7,2 Milliarden Euro aus.

Die in letzter Zeit von Einigen (nicht hier im Stadtrat) geführte Diskussion, dass weitere Ansiedlungen angesichts unserer sehr positiven Arbeitsmarktzahlen unnötig seien, wird gerade durch diese Entwicklung ad absurdum geführt.
Und dies nicht vorrangig wegen der städtischen Finanzen sondern in erster Linie wegen der dauerhaften Absicherung des hohen Beschäftigungsstandards in unserem Verantwortungsbereich.

Insgesamt hat sich die Einnahmeseite des städtischen Haushaltes jetzt, nach den extremen Ausreißern der Jahre 2004 und 2005, wieder normalisiert.

Zu einer relativ sicheren Größe hat sich dabei die Einkommensteuerbeteiligung entwickelt, die mit rund 4,5 Mio € veranschlagt ist.

Die Senkung des Kreisumlagesatzes um einen Punkt beschert uns eine Minderausgabe von rund 300.000 € oder eine Erhöhung der Verfügungsmasse um diesen Betrag, je nach Betrachtungsweise. Dies ist vom Kämmerer bereits eingearbeitet.

Die im Vermögenshaushaltsentwurf vorgesehenen Neuinvestitionen in Höhe von fast 10,5 Mio € (die im Plan veranschlagten Tilgungen sind natürlich keine Neuinvestitionen) finden unsere Zustimmung. Sie sind haushaltsmäßig im Entwurf abgesichert.

Der Haushaltsvollzug (also die tatsächlichen Auftragsvergaben) nach absoluter Dringlichkeit und aktueller Kassenlage, hat sich bewährt und sollte beibehalten werden.

Lassen Sie mich nun zu den konkreten Anträgen kommen, die meine Fraktion im Rahmen dieser Haushaltsberatung stellt.

  •       Wir beantragen ab dem Kindergartenjahr 2008/2009 die Beiträge für das letzte Kindergartenjahr zu erlassen.
    Wir stellen diesen Antrag, weil den Sonntagsreden über die Wichtigkeit der Vorschulerziehung endlich auch Taten folgen müssen.
    Der Besuch eines Kindergartens, unmittelbar vor Eintritt in die Grundschule ist pädagogisch wichtig und führt zu mehr Chancengleichheit und darf deshalb nicht an den Finanzen der Eltern scheitern.

    Wir sind uns bewusst, dass hier in erster Linie der Freistaat gefordert ist.
    Was in anderen Bundesländern möglich ist, darf in Bayern nicht unmöglich sein.
    Und solange der Freistaat sich seiner Verpflichtung nicht stellt, muss eben die Kommune einspringen.
    Dies, und dieser Appell richtet sich an die Kolleginnen und Kollegen der CSU, erhöht hoffentlich auch den innerparteilichen Druck auf die Bayerische Staatskanzlei den wohlgesetzten Worten auch praktische Taten folgen zu lassen.
    Wir haben uns lange überlegt, ob es sachgerecht ist, diesen Antrag; den wir übrigens im vergangenen Jahr bereits angekündigt hatten, jetzt zu stellen.
    Wir kamen zu Ergebnis: JA
    Denn Wahlversprechen sind das Eine, deren Erfüllung das Andere.
    Deshalb. „Hic Rhodus, hic salta !“

  •       Des Weiteren beantragen wir, den Personalstand unserer Bücherei um eine halbe Stelle zu erhöhen. Das uns vorgelegte vergleichende Zahlenmaterial vergleichbarer Büchereien in Unterfranken belegt überzeugend die Berechtigung der Forderung und Notwendigkeit dieser Aufstockung.
  •       Lassen Sie mich zu einem weiteren Punkt kommen der uns am Herzen liegt.
    Es ist traurig und muss nachdenklich stimmen, dass es bei uns, in einem der wohlhabendsten Ländern der Welt, Einrichtungen wie die der Tafel bedarf.
    Nicht hoch genug kann hier das ehrenamtliche Engagement der Frauen und Männer eingeschätzt werden, die sich dieser sozialen Aufgabe widmen, ihre Freizeit opfern und oft genug auch noch Bares beisteuern.
    Dieses ehrenamtliche Engagement wird aber nicht etwa von der öffentlichen Hand vorbehaltslos gefördert, sondern - so wird es zumindest von den Betroffenen
    empfunden - als zusätzliche Einnahmequelle gesehen.
    Nur so ist es zu verstehen, dass der Landkreis der Marktheidenfelder Tafe Miete abverlangt für bisher leerstehende Räumlichkeiten. Erst nach mehrfachen intensiven Interventionen ist es jetzt gelungen dem Landkreis eine Mietminderung um 50 % abzuringen.
    Meine Fraktion beantragt deshalb, die dann noch immer verbleibende Restmiete von rund 1200 € jährlich, durch die Stadt zu übernehmen.

  •       Der Ansatz in Höhe von 50.000 € für den Skater-Park soll nach unserer Auffassung beibehalten werden, seine Verwendung jedoch auf die zu schaffenden Jugendtreffs in Marienbrunn und Michelrieth gegenseitig deckungsfähig ausgedehnt werden.

Lassen Sie mich zu diesen Anträgen auf Mehrausgaben etwas Grundsätzliches sagen.

Wer kommunalpolitisches Handeln einzig und alleine ausrichtet an Kategorien wie
„defizitär“ oder „kostendeckend“ sollte sich einmal Gedanken darüber machen, ober er seine Funktion als Kommunalpolitiker nicht mit der Funktion eines Managers eines profitmaximierenden Betriebes verwechselt.

Wir Sozialdemokraten jedenfalls verstehen unsere kommunalpolitische Funktion darin, notwendige Defizitvermeidungsstrategien immer in sehr engem Kontext mit sozialem Ausgleich und gesamtgesellschaftlicher Verantwortung zu sehen.

Und wenn ich bei Bemerkungen über Defizite bin, eine weitere Anmerkung.

Uns ist aufgefallen, dass erstmals eine Auflistung der defizitären Bereiche vorgelegt wurde.

Dies ist grundsätzlich zu begrüßen, denn es macht auch interessierten Außenstehenden nochmal deutlich, wohin ein ganz erheblicher Teil das Geld der Bürger fließt.

Aber bei der Erstellung dieser Liste müssen durchgängig gleiche Grundlagen angewandt werden.

Bei einer Überprüfung dieser Aufstellung haben wir festgestellt, dass überall die sogenannten kalkulatorischen Kosten eingerechnet wurden.

Soweit so gut - wenn man will - auch so ungut.

Wenn dann aber bei einer weiteren Durcharbeitung des Haushaltes ins Auge sticht, dass diese kalkulatorischen Kosten zumindest in einem Fall nicht angesetzt wurden, und dadurch sogar ein haushaltsmäßiger Gewinn erzielt wird, kommt schon ein bisschen ein – vornehm ausgedrückt – schaler Geschmack auf.

Ich rede von der Haushaltsstelle 7300 „Laurenzi-Messe“.

Da werden keine kalkulatorischen Kosten veranschlagt und „schwupp die wupp“ wirft die Laurenzi Messe einen Gewinn von sage und schreibe rd. 95.000 Euro ab.

Wären Abschreibung und Verzinsung des Anlagekapitals nach üblichen Kriterien mit rd. 200.000 € angesetzt worden, kämen wir "schwupp die wupp" auf ein Defizit von rd. 97.000 € - und dies Bemerkung sei mir gestattet - das wäre annähernd ein Drittel des Betrages, mit dem der städtische Haushalt Jahr für Jahr und bevor die erste Maß Bier verkauft ist, durch das Aufstellen und Abbauen der Lärmschutzwand dauerhaft belastet wird.

Und lassen Sie mich noch einen kleinen Moment bei den „schwupp di wupp“–Berechnungen bleiben. Wenn bei den Kindergärten die gleichen Berechnungsgrundlagen angewendet würden wie bei der Laurenzi-Messe sänke deren Defizit – ich sag nochmal „schwupp di wupp“ - von 741.940 € auf 523.340  €, also um annähernd ein Drittel.

Nun, ich gehöre nicht zu jenen Schelmen „die Böses dabei denken“, aber ich möchte deutlich machen, wie leicht falsche Eindrücke und daraus auch falsche Entscheidungen entstehen können insbesondere dann, wenn sie vorgefasste Meinungen, Vorurteile oder gar gruppen- bzw. parteipolitische Ideologien scheinbar bestätigen.

Lassen Sie mich abschließend noch einige Anmerkungen zu unseren „Großbaustellen“, dem Maradies und dem Mälzereigelände machen.

Beide Vorhaben werden hoffentlich noch von diesem Stadtrat in trockene Tücher gebracht werden können.
Die haushaltsmäßigen Voraussetzungen dafür sind jedenfalls geschaffen.

Es wäre schlimm, wenn der ab 1. Mai neu amtierende Stadtrat seine Arbeit mit der Einarbeitung in diese beiden äußerst komplizierten Sachverhalte beginnen müsste.

Mit Sicherheit ginge nicht nur ein weiteres Jahr verloren, sondern die Lösung der Probleme käme immer teurer.

PPP-Modelle mögen im einen oder anderen Fall sicherlich auch anwendbare Strategien für Kommunen sein.

Nachgedacht werden muss künftig aber auch darüber werden, ob die mit diesen Modellen erwarteten finanziellen Vorteile und evtl. auch entwicklungspolitischen Beschleunigungen aufgewogen werden durch den Verlust an öffentlicher Transparents und den Verlust an Mitwirkungsmöglichkeiten der gewählten Organe der kommunalen Selbstverwaltung.

Ich habe den Eindruck, dass die Forcierung von PPP-Modellen durch die Bayerische Staatsregierung im Grunde vorrangig nur das eine Ziel verfolg, nämlich scheinbar die öffentliche Verschuldung in Grenzen zu halten, damit europäischen Vorgaben erfüllt werden können und man öffentlich mit einer geringen Verschuldung glänzen kann, in Wirklichkeit aber die dauernden Haushaltsbelastungen – auch mit weniger ausgewiesener Verschuldung – gleich bleiben.

Dies könnte man auch Augenwischerei nennen.

Abschließend möchte ich namens meiner Fraktion Allen danken, die in unserer Stadt ehrenamtlich für das Gemeinwohl tätig waren, insbesondere in unseren Hilfs- und Rettungsdiensten, im sozialen und kulturellen Bereich, in den Beiräten der Stadt sowie in unseren Vereinen.

Einschließen will ich in diesen Dank ausdrücklich auch Alle, die unsere Arbeit mit konstruktiver Kritik anregend begleitet haben.

Danke für Ihre Geduld und Aufmerksamkeit.